Einleitende Anmerkungen
Die Abstempelung einer Marke hat das Ziel, die postalische Nutzung zu dokumentieren und die Marke für eine Wiederverwendung unbrauchbar zu machen. Dabei ist zu unterscheiden in Bedarfsentwertung, Gefälligkeitsentwertung, welche auf Wunsch des Sammlers vorgenommen wird, und in maschinelle (Bogen-)Entwertungen.
Der Trend der Zeit ist, daß eine Marke möglichst mit einem Vollstempel versehen sein sollte. Dies erleichtert die Überprüfung, ob eine falsche oder verfälschte Abstempelung vorliegt. Außerhalb des Gültigkeitszeitbereiches nachgestempelte Marken (nachverwendete Stempel) sind in jedem Fall wertlos.
Unter Vollstempel ist gemäß Michel-Katalog zu verstehen, daß Ort und Datum lesbar sind. Man unterscheidet in:
- glasklaren, zentrisch angebrachten Stempel,
- klaren, weitgehend zentrisch angebrachten Stempel,
- klaren, deutlich erkennbaren Stempel bezüglich Ort und Datum.
Zum Beispiel kommen bei den teueren Marken der Bundesrepublik bis ca. 1968 falsche, verfälschte Stempel und nachgestempelte Marken vor. Marken mit einem glasklaren, zentrisch angebrachten Stempel erzielen Preise bis zu 100 % vom Michelpreis und mehr. Aber gerade bei diesen Marken ist Vorsicht geboten und eine Prüfung ratsam.
In den nachfolgenden Abschnitten werden einige wichtige Hinweise zu den Stempeltypen, zum Freistempel, zur amtlichen Entwertung und zu Stempelfälschungen gegeben. Weitere Informationen finden Sie zu diesem Thema in STAUK unter Hinweise für Sammler-Anfänger: wie soll eine Marke gestempelt sein sowie unter Reparatur & Fälschungen: Stempelfälschungen.