Wahl des Briefmarken - Katalogs


1) In jedem Fall sollte ein Sammler sich auch einen Katalog zulegen. Ein Katalog ermöglicht eine Orientierung und richtige Einordnung der Marken (Land, Jahr, Katalognummer/Lfd. Nr. etc.). Darüber hinaus erlaubt er bereits eine recht gute Einschätzung des Wertes der Marken.

2) Bei der Entscheidung ist zu berücksichtigen, ob man Anfänger, fortgeschrittener Sammler oder bereits Spezialist auf dem Gebiet des Briefmarkensammelns ist.

3) Als Anfänger genügt ein einfacher, preiswerter Katalog. Dabei ist es im Prinzip gleichgültig, ob es sich um einen sog. Nettokatalog (der die "richtigen" Marktpreise angibt) oder nicht. Im Hinblick darauf, dass nahezu jeder Sammler irgendwann zu den fortgeschrittenen Sammlern zählt, ist der Michel-Junior-Katalog zu empfehlen.

4) Für den fortgeschrittenen Sammler ist in jedem Fall der Michel-Katalog empfehlenswert, insbesondere - für Deutschland-Sammler - der Michel Deutschland-Spezial-Katalog.

5) Die Bedeutung des Michel-Spezialkataloges liegt in der Tatsache, dass er umfangreiche zusätzliche Angaben zu den Preisnotierungen von gestempelten und ungestempelten Marken liefert. Er enthält, um nur einige wenige Beispiele anzuführen, Angaben zu den Abarten, Probedrucken, Plattenfehlern, Hinweise auf Ganzsachen, unterschiedlichen Wasserzeichen, Plattendruck und Walzendruck, vor allem auch Hinweise auf Fälschungen bzw. Fälschungsgefahr. Die Preisnotierungen spiegeln im wesentlichen den Trend des Marktespreises der Marken wider. Sie liegen stets höher als der tatsächliche Marktpreis; manchmal auch deutlich zu hoch oder zu niedrig - das muß man wissen. Die Änderungen pro Jahr sind problematisch. Oft wird irgendwo erhöht und dafür an einer anderen Stelle der Preis erniedrigt, obwohl der Marktpreis ziemlich stabil ist. Es ist zu überlegen, ob es nicht genügt, alle 2 oder 3 Jahre einen relativ teueren Michel-Spezialkatalog zu kaufen. Früher wurde er übrigens nur alle 2 Jahr neu aufgelegt.

6) Ein fortgeschrittener, meist bereits schon hoch spezialisierter Sammler, also ein Spezialist, wird in jedem Fall auf einen Michel Spezial-Katalog zurückgreifen. Empfehlenswert sind alsdann auch weitere "Fach"-Kataloge und entsprechende Fachliteratur, die oft nur in Englisch verfügbar ist.

7) Als Fachkataloge wären, um auch hier nur einige wenige Beispiele zu nennen: Altdeutschland-Spezialkatalog (Grobe), Katalog der Lagerpost um 1945 (Heber), Stollberger Ganzsachen-Katalog, Stanley Gibbons Großbritanien-Spezialkatalog.